Ansätze für eine weitere
Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Textilregion
an der Neiße:
Forschung und Entwicklung
basierend
auf der Gesamtzielstellung sollen vorhandene tragfähige Ansätze für
technische und intelligente Textilien auf der Grundlage bestehender
Kompetenzen in der Region weiter ausgebaut und langfristig zu einem
bestimmenden Bereich entwickelt werden.
Schwerpunkt sind hierbei Textilien auf der Basis der
Erstaus- und Weiterbildung
Zur Erhaltung und zum Ausbau der
Humanressourcen vor allem im Hinblick auf Anforderungen bei der
Umstellung auf eine wissensbasierte Produktion ist die Erstaus- und
Weiterbildung vom Facharbeiter über den Meister bis zum Fach- und
Hochschulingenieur in den Strategien grenzüberschreitend aufeinander
abzustimmen.
Die Lage unmittelbar im Kern der
EURO-Textil-Region qualifiziert die Region an der Neiße, eine führende
Rolle bei der grenzüberschreitenden Ausbildung einzunehmen. Hierbei kann
auf bestehende Ressourcen, wie z.B. die textile Facharbeiterausbildung
in der Lausitz, das BA-Studium in Bautzen, das Hochschulstudium in
Liberec sowie das trinationale Studium an der Neiße University aufgebaut
werden.
- Nachwuchssicherung
In die
laufende Arbeit des Arbeitskreises „Schule – Wirtschaft“ werden in
einzelne Maßnahmen, wie z.B. die Tage „Textilindustrie braucht Jugend“
Forschungseinrichtungen und Firmen der Nachbarregionen einbezogen. Erste
grenzüberschreitende Kontakte zwischen Schulen unter dem Aspekt der
Berufsfindung, sind auszubauen.
- Berufsausbildung
Basierend auf Erfahrungen der Region bei der grenzüberschreitenden bzw.
mehrsprachigen Ausbildung in Schulen und Hochschulen einerseits und der
textilen Facharbeiterausbildung andererseits ist langfristig eine
grenzüberschreitende (mehrsprachige) Facharbeiterausbildung auf hohem
Niveau als Grundlage einer effektiven Zusammenarbeit zu entwickeln.
Erste Arbeitsstufen sind der Ausbau der grenzüberschreitenden Kontakte
und der Zusammenarbeit bei der Ausbildung, Schüleraustausch, Praktika
etc.
- Fach-
und Hochschulausbildung
Unter
Einbeziehung der praxisorientierten Ausbildung an der BA Bautzen, der
angewandten textilen Forschung an der Hochschule Zi/Gö (FH)
(Fachbereiche Maschinenwesen, Bauwesen, Elektrotechnik), der textilen
Hochschulausbildung an der TU Liberec und den Erfahrungen bei der
grenzüberschreitenden Ausbildung im Rahmen der Neiße University ist eine
praxisorientierte, mehrsprachige, textile Hochschulausbildung unter
Einbeziehung vorrangig tschechischer, polnischer und deutscher Studenten
mit einer Ausbildung an Hochschulstandorten in der Lausitz, Nordböhmen
und Niederschlesien aufzubauen.
Basierend auf bestehenden Konzepten der BA Bautzen und der oben
genannten Voraussetzungen kann bei entsprechender Nachfrage ein
mehrsprachiges, berufsbegleitendes Textilstudium als zweisemestriges
weiterführendes Studium oder viersemestriges Aufbaustudium mit dem
Schwerpunkt „technische und funktionale Textilien“ aufgebaut werden.
Imagebildung / regionaler,
überregionaler Absatz
Grundlage für eine überregionale,
internationale Ausstrahlung der Textilfirmen der Lausitz, Nordböhmens
und Niederschlesiens ist eine gesunde Basis in der Region. Hierzu ist
das Image der Textilbranche in der Region als Folge des Strukturwandels
Anfang der 90iger Jahre in der Lausitz und des anhaltenden
Umstrukturierungsprozesses in Nordböhmen und Niederschlesien weiter zu
verbessern. Gemeinschaftsstände der Textilindustrie bei Regionalmessen,
an exponierten Stellen des öffentlichen oder gesellschaftlichen Lebens
etc. in Verbindung mit Begleitprogrammen tragen wesentlich zur
Verbesserung des Image in der Region und damit auch zur Steigerung des
regionalen Absatzes bei.
In der Organisation und Durchführung
von Gemeinschaftsständen der Textilindustrie sind Unternehmen und
Forschungseinrichtungen der angrenzenden Regionen einzubeziehen und
Ausstellungsangebote aus Nordböhmen und Niederschlesien zu nutzen. Neben
dem Imagegewinn bietet die Zusammenarbeit bei der Gestaltung der
Gemeinschaftsstände die Möglichkeit, Vertrauen zwischen den Partnern
aufzubauen und damit die Grundlage für eine gemeinsame Forschung und
Entwicklung, Produktion und einen gemeinsamen überregionalen Vertrieb zu
schaffen.